Hypostomus faveolus "L37"


Ich pflege eine Gruppe von vier Hypostomus faveolus "L37" in meinem Gesellschaftsbecken. Es war ein Männchen mit ca. 20cm dabei und 3 kleinere Welse mit 14 - 16cm, wovon ich jetzt weiß ein Weibchen ist.

Am 26.09.14 habe ich entdeckt das mein 20cm großen Männchen seine Höhle auch zum Fressen nicht verlassen will. Ich habe versucht einen Blick zu erhaschen aber das Männchen hat die Höhle versperrt. Erst am nächsten Tag habe ich einen Blick auf das Gelege werfen können.

Die Eiablage und ein evtl. vorheriges Balzen habe ich leider nicht mitbekommen.

Die Wasserwerte, als ich das Gelege entdeckt hatte, waren Temperatur 27°C, einen Ph-Wert von 7,73 (weiß nicht wie genau der Wert ist, da die Eletrode schon älter ist) und eine Leitfähigkeit von 532 µS/cm.



Das Männchen



Die Höhle kurz nach einer Fütterung mit Muscheln

Am 29.09.14 habe ich die ersten leeren Eihüllen im Becken entdeckt. Ich habe mich entschlossen die Larven dem Männchen wegzunehmen und in einem Einhängekasten zu überführen. Die anderen Welse im Aquarium wollten immer in die Höhle und haben damit die Brutpflege massiv gestört.



Frisch geschlüpfte Jungtiere

Bei der ersten Zählung sind es 226 Larven gewesen. Der Dottersack hatte eine Größe von 3-4mm und die Larve war etwa 7mm groß.



Tag 1

Am zweiten Tag sieht man schon eine leichte Pigmentierung. Die Jungfische haben jetzt eine Größe von 10.12mm.



Tag 2

Die Welse wachsen am Anfang recht schnell, denn vereinzelte Tiere hatten am dritten tag schon eine Größe von ca.17mm. Der Durchschnitt ist aber ca. 15mm groß.



Tag 3

Da sich die Welse nicht spektakulär verändert haben, habe ich keine weitere Fotos gemacht. Nach 3 Wochen haben sich die größten Nachzuchten langsam zu ihrem Wabenmuster umgefärbt. Der Unterschied im Wachstum ist recht stark. In dem Einhängekasten schwimmen Nachzuchten von 20 mm bis 32mm.

Ausfälle hatte ich in den ersten 3 Wochen nur durch eigenes Verschulden. Es sind 20 Jungtiere gestorben, weil ich vergessen hatte nach einer Fütterung den Luftheber wieder anzustellen.

Die Hypostomus lassen sich ohne Probleme mit zermahlenen Industriefutter und Frostfutter (Bosmiden) ernähren. In dem Einhängekasten habe ich noch Haselnussblätter als Versteckmöglichkeit, die auch als Nahrung angesehen wird.



etwa 3 Wochen

Am 1.11.2014 hat das Männchen angefangen eine Höhle zu putzen  Die Höhle vom Ersten ablaichen war diesmal besetzt, er hatte zwar versucht, die dreieckig, zurück zu erobern aber hat es nicht geschafft.
Am nächsten Morgen hat sich das kleinere Weibchen (ca.14cm) immer in der Nähe der Höhle rumgetrieben. Abends lag das Männchen wieder auf einem Gelege.
Diesmal habe ich das Gelege beim Vater gelassen bis ich die erste Larve im Becken schwimmen gesehen hab.

Die Dauer vom Ablaichen bis zum Freilassen war etwa 10 Tage. Da ich erst wieder am 9.11. zu Hause war habe ich den Schlupf nicht mitbekommen aber ich schätze anhand der Pigmentierung am 9.11., da? die Larven schon 1-2 Tage alt waren.


 
Das Ergebniss 151 Larven vom zweiten Gelege

Was mich gewundert hat, am abend nachdem  ich das zweite Gelege entnommen habe, war schon wieder ein neuer Laichballen in der Höhle. Somit hab ich zwei Weibchen, die sehr gut mit dem Männchen harmonieren.

Das dritte Gelege war wieder ein Großes, ähnlich wie beim ersten Ablaichen. Der Boden der Welshöhle war vor lauter Eiern nicht mehr zu sehen.

Die ersten größeren Jungfische hatte ich schon in ein Aufzuchtsbecken umquartiert, als der Vater die zweite Brut betreute. Inzwischen sind die alle Jungtiere im Aufzuchtsbecken. Das Aquarium ist ohne Bodengrund mit Tonhöhlen und Schieferplatten eingerichtet. Ich habe das Aquarium mit Mattenfilter geviertelt.  Den Platz für die Welse kann ich durch verschieben vom Sandwich-Mattenfilter anpassen.
Mittlerweile schwimmen um die 330 junge Hypostomus in dem Aquarium. Wer die genaue Anzahl wissen möchte kann selber vorbeikommen und zählen.



Schnappschuß vom Aufzuchtsbecken.

Ich füttere immernoch 2x täglich mit zermahlenen Trockenfutter. Ich verfüttere keine Bosmiden mehr, da es bei einer Fütterung zu ner Art Sauerstoffmangel bei den Jungwelsen kam. Diese lagen apathisch im Einhängekasten und atmeten sehr schnell. Die Meisten erholten sich zwar innerhalb von 20 Minuten wieder aber ich möchte trotzdem kein Risiko mehr eingehen.



Gelege Nr. 3 mit ca. 200 Larven


Die Welse vom ersten Gelege haben inzwischen eine Größe von bis zu 5,2cm nach fast 3 Monaten.
Die jungen Hypostomus fressen alle Sorten von frischem Gemüse, gefrostet Artemia und verschiedene Granulate.



Ein Tier bei dem die  Zeichnung über den ganzen Körper geht. Bei den meisten Nachzuchten endet das Wabenmuster etwa an der Rückenflosse.



Eine Aufnahme von Maul, wo man gut die Zahnreihen eines Allesfressers sehen kann.